Lagerraum mieten auf Zeit für Privat & Gewerbe

Wenn ein Umzug ansteht oder die Mietwohnung aus allen Nähten platzt, einfach für private Zwecke auf Zeit einen Lagerraum mieten, um neuen Freiraum zu schaffen! Um Platzmangel im Büro oder im Firmenlager auszugleichen, eignen sich kleine Lagerräume, die flexibel angemietet werden können.

Sie haben Mobiliar geerbt, das nicht in Ihre Wohnung passt, von dem Sie sich aber nicht trennen wollen? Ihr Kleiderschrank ist zu groß für die neue Wohnung oder Ihr Partner hat einen besseren? Sie haben sich neu eingerichtet und möchten Ihre alten Möbelstücke bis zum Weiterverkauf zwischenlagern? Dann mieten Sie sich doch einfach einen zusätzlichen Lagerraum für Möbel. Am besten bei einem professionellen Selfstorage Anbieter. Und anders als im Keller, in einer Garage oder vielleicht auf einem Dachboden sind moderne Lagerräume garantiert trocken, sicher und sichtgeschützt.

Lagerraum mieten bei Selfstorage Anbietern

In einem gut ausgestatteten Mietlager können Lagereinheiten meist schon ab 1 m² Grundfläche gemietet werden. Das am Ende wirklich benötigte Volumen ermitteln Sie idealerweise gemeinsam mit dem Kundenberater im Lagerhaus Ihrer Wahl. Die meisten Möbellager vermieten Räume mit einer Deckenhöhe von rund drei Metern, sodass gut gestapelt werden kann und auch sehr sperrige Möbelteile ausreichend Platz finden.

Der Mietzeitraum kann flexibel abgestimmt werden. So können Mieter frei wählen, für welche Zeit Sie den Lagerraum mieten wollen. Profi-Lagerhallen sind alarmgesichert und videoüberwacht. Verschlossen wird der Lagerraum mit einem eigenen Schloss. So wird sichergestellt, dass kein Fremder sich unbefugt Zutritt verschaffen kann.

Lagerraum mieten auf Zeit, wenn ein Umzug vor der Tür steht.

Lagerraum kurzfristig mieten

Insbesondere bei einem Umzug kommt es oft zu kurzfristigem Bedarf an Zwischenlagermöglichkeiten. Umzugsgut und Hausrat müssen nicht selten sofort am Umzugstag vorübergehend zwischengeparkt werden, wenn man feststellt, dass die neuen vier Wände doch weniger Abstellraum bieten als gedacht. In solchen Fällen können Betroffene direkt mit Ihren Gegenständen zum Selfstorage Lagerhaus fahren, sich einen persönlichen Lagerraum suchen und noch am gleichen Tag einlagern.

Lager langfristig nutzen

Wer dauerhaft zusätzlichen Stauraum benötigt, weil die eigene Wohnung zu klein ist oder sich Akten im Büro häufen, kann Lagermöglichkeiten unbegrenzt lange mieten. In solchen Fällen ist es zu empfehlen, den Vermieter oder Berater persönlich zu kontaktieren, um Sonderpreise für eine langfristige Nutzung zu verhandeln.

Tipp

Wenn Sie Möbel einlagern wollen, benötigen Sie meist einen kleineren Lagerraum als Sie denken, denn durch cleveres Stapeln verringert sich der Flächenbedarf auf lediglich ca. 10 bis 15 % der Wohnfläche (gilt für die Lagerung der gesamten Einrichtung, außer Einbauküche).

Hochwertige Möbel kurzfristig einlagern beim Umzug

Hochwertige Möbel kurzfristig einlagern beim Umzug. Einlagerung im Selfstorage Lagerhaus für Privat & Gewerbe. Möbel und Kartons lagern. Sie planen einen Umzug und wollen kurzfristig oder langfristig (1 Jahr und länger) Möbel einlagern?

Polster-, Leder-, Holzmöbel sowie sonstige Einrichtungsgegenstände können Sie in modernen Selbstlagerzentren günstig, flexibel, sicher und trocken in Eigenregie zwischenlagern. Lagerräume für Umzüge und Einlagerung stehen in unterschiedlichen Abmessungen und Größen jedermann zur Verfügung.

Wie funktioniert das Einlagern im Selfstorage Modus?

Die Lagerflächen für Hausrat, einzelne Möbelstücke und ganze Wohnungseinrichtungen können kurzfristig (ohne Vorlaufzeit) und für flexible, individuelle Zeitspannen gemietet werden. Wer beim Umziehen sehr kurzfristig einen Lagerort für eine private Einlagerung sucht, kann einfach mit seinem kompletten Hausstand vorfahren, sich das passende Lager mieten und noch am gleichen Tag kurzfristig einlagern. Tipp: Wenn Sie langfristig lagern wollen, fragen Sie nach Rabatten und Sonderpreisen für "Dauermieter"!

In nahezu jedem Selfstorage Center gilt: Je langfristiger die Zeit der Einlagerung, desto höher die Rabatte und geringer die monatlichen Kosten der Möbeleinlagerung.

Wie groß muss ein Lagerraum sein, wenn ich Möbel einlagern möchte?

Für das gestapelte Unterstellen von Kartons, zur Aktenlagerung und Aufbewahrung von privaten Einrichtungsgegenständen einer durchschnittlichen Mietwohnung gilt erfahrungsgemäß folgende Grundregel:

Möbel kurzfristig einlagern, wenn ein Umzug geplant ist oder falls mehr Freiraum in der Wohnung das Ziel ist.

Gehen Sie von 10 bis 15 % der Wohnungsgrundfläche als Grundfläche für den Lagerraum aus. Die meisten Lagerabteile verfügen über eine Raumhöhe von ca. 3,00 m, sodass Sie gut in die Höhe stapeln können.

Beispiel 50 m² Wohnung

Auf Grundlage obiger Formel müssten Sie bei einer 50 m²-Wohnung eine Lagerfläche mit ca. 5 bis 7,5 m² mieten, um alle Einrichtungsgegenstände unterstellen zu können. Der Transportumfang entspricht einem Umzugsvolumen von etwa 15 bis 22,5 m³ oder 2 Fahrten mit einem Sprinter oder der halben Beladung eines LKW 7,5 t.

Pressetipp November 2017

Nach wie vor zählt Berlin zu den in Deutschland am stärksten wachsenden Städten, hier geht es zu meinem Selfstorage Pressetipp November 2017.

Ein lesenwerter redaktioneller Beitrag von FLORIAN SCHMIDT, veröffentlicht in der BILD (Berlin) am 01.11.2017.

Mein Pressetipp November 2017:

Immer mehr Berliner mieten sich in Self-Storage-Lagern ein

„Die neuen Schatzkammern der Hauptstadt“

Über Berlin und Co

Nach wie vor zählt Berlin zu den in Deutschland am stärksten wachsenden Städten. Laut einer Studie des IW (Institut der Deutschen Wirtschaft) geht man davon aus, dass im Jahr 2035 mehr als 83,1 Millionen Menschen in Deutschland leben werden, rund eine Million mehr als im Jahr 2015. Die wichtigsten Städte Berlin, Hamburg und München werden weiter wachsen. Berlin wird 2035 vier Millionen Einwohner haben, das sind gut 500.000 mehr als im Jahr 2015. Bevölkerungszuwachs und die damit einhergehende Verknappung und Verteuerung von Wohnraum führen insbesondere bei Privatpersonen zu steigendem Bedarf an externem und bezahlbarem Lagerraum zur Miete.

Selfstorage Marktdaten DE & EU 2017

Selfstorage Marktdaten 2017 für Deutschland und Europa. Marktzahlen zur aktuellen Marktsituation. Der deutsche Selfstorage Markt im Vergleich zum  Rest der Welt.

Marktdaten Europa

Mittlerweile gibt es in Europa mehr als 3.247 Selfstorage Einrichtungen, die über 8,7 Millionen Quadratmeter Lagerfläche bieten. Märkte wie Großbritannien und die Niederlande sind seit mehr als 20 Jahren etabliert und bieten mehr als 0,05 Quadratmeter Fläche pro Kopf Die durchschnittlichen Mietumsätze betragen 258 € pro Quadratmeter pro Jahr, nach 255 € im Vorjahr. In den meisten Ländern Europas gab es ein relativ breites Spektrum von Ideen, was die Unterschiede zwischen den Einrichtungen in Großstädten und den Anlagen der zweiten Generation an sekundären Standorten betrifft. Im Zeitraum 2016/2017 lag die durchschnittliche Auslastung in Europa bei 81% im Vergleich zu 80% im Vorjahr und 78% im Jahr 2015. Enthalten sind auch Anlagen, welche sich noch in der "Füllphase" befinden. In den letzten zwölf Monaten gab es rund 350 Millionen Euro an Selfstorage-Transaktionen, da sich die Branche zu konsolidieren begann und die großen Betreiber nach Akquisitionen sowie Neubauten suchen, um ihre Portfolios auszubauen. Trotzdem ist der europäische Markt nach wie vor stark fragmentiert. Die zehn größten Marken/Anbieter in ganz Europa stellen nur 22% der aller Anlagen dar. Dieses macht weniger als 39% aller Selfstorage Einrichtungen aus.

Marktdaten Deutschland

Der Selfstorage Markt in Deutschland ist im Vergleich zu den skandinavischen Ländern und Großbritannien vergleichsweise jung, hat jedoch ein beachtliches Wachstum verzeichnet, da Betreiber und Investoren eine starke Nachfrage der Kunden erkannt haben. Die großen Betreiber beweisen, dass das Geschäftsmodell funktioniert. Die größten Betreiber in Deutschland sind MyPlace (30), Lagerbox (18), Shurgard (16) und First Elephant Self Storage (13). Diese Unternehmen bilden knapp 40% aller Einrichtungen ab. Die deutschen Kreditgeber beginnen, Selfstorage als Anlageklasse zu akzeptieren, obwohl die Branchenkenntnis relativ überschaubar ist und so insbesondere für Neueinsteiger eine Finanzierung erschweren kann. Die Baukosten steigen ebenso wie die Preise für Grundstücke, während das Marktbewusstsein der Produkte aus Anwendersicht immer noch niedriger ist als in anderen Ländern. Die deutschen Betreiber sind jedoch führend bei Nachhaltigkeitsinitiativen, unter anderem beim Einbau von Gründächern und Sonnenkollektoren. Die jüngsten Transaktionen in Deutschland waren der Verkauf fünf SECUR Standorten in Berlin (2 x) und Hamburg (3 x). Diese erzielten einen Verkaufspreis von 66,5 Mio. EUR.

Selfstorage Beratung | Neubau | Umbau

Selfstorage Beratung

Ohne Beratung für Neueinsteiger und Investoren kann einiges schiefgehen! Eine Selfstorage Einrichtung neu zu bauen oder einer Bestandsimmobilie umzunutzen ist per se keine Raketenwissenschaft. Warum ist ein professionelles Consulting dennoch sinnvoll? Warum ist es wichtig, die Vorgaben der Selfstorage DIN EN 15696 zu beachten?

Ohne Beratung starten?

Analysen

Marktanalyse

Zunächst ist es von Bedeutung, die aktuelle (allgemeine) Marktsituation korrekt zu erfassen. Wie viele und welche (auch vergleichbare) Einrichtungen sind bereits aktiv und wie verhalten sich diese zu einem bestimmten Zeitpunkt im Zielmarkt?

Standortanalyse

Welches Potential an vermietbarer Fläche bietet der Standort insgesamt? Gibt es bereits aktive Marktteilnehmer? Wenn ja – welchen Teil des Gesamtpotentials decken diese bereits ab? Als zwingend zu beachtende Faktoren hinsichtlich des regionalen Potentials gelten (neben anderen) beispielsweise Bevölkerungswachstum, Bevölkerungsdichte, Mietpreisentwicklung für Wohnraum, Arbeitslosenquote, Kaufkraft und natürlich die Mikrolage innerhalb des Zielstandortes.

Immobilien

Neubau

Geeignete Grundstücke sind rar und deren Kaufpreise steigen. Die Bauindustrie boomt. Die Auftragsbücher sind voll. Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise. Leider hat dieses allein schon im Zeitraum von 2012 bis 2017 zu Baukostensteigerungen von bis zu 30 % geführt. Hier werden aufgrund von Selbstüberschätzung oft die ersten gravierenden Fehler gemacht. Ohne produktspezifische Projektentwicklung und Beratung zahlt man nicht selten teures Lehrgeld!

Umbau von Bestandsimmobilien

In vielen Fällen kann es zielführender sein, bestehende Immobilien zu kaufen und umzunutzen. Sofern Lage, Substanz und Eigenschaften des Objektes den Anforderungen entsprechen, wird neben günstigerer Gestehungs-/Gesamtkosten schon aufgrund der früheren Inbetriebnahme ein renditerelevanter Vorteil gegenüber eines Neubaus möglich sein.

Sonderformen

Garagenparks

Garagenparks (sogenannte Drive-Up´s) haben mit klassischen indoor Self Storage Einrichtungen in Deutschland oft wenig zu tun. Nicht selten handelt es sich um eine Aufreihung von Garagen, die in einigen Fällen mit kleineren Lagerabteilen ergänzt werden, jedoch oft nicht der Selfstorage DIN EN 15696 genügen. Derartige Anlagen finden sich aufgrund günstiger Grundstückspreise vornehmlich in B und C Lagen und sind üblicherweise im Schwerpunkt auf Gewerbekunden ausgerichtet.

Selfstorage Beratung nutzen, wenn ein Neubau oder Umbau einer Immobilie geplant ist.

Vollautomatisierte Einrichtungen

Im Zuge voranschreitender Digitalisierung werden in den kommenden Jahren auch in Deutschland (insbesondere in Großstädten und Ballungsgebieten) Selfstorage Anlagen entstehen, die zu fast 100 % ohne Personal vor Ort auskommen. Ähnlich wie schon jetzt im Hotel-Bereich wird eine komplett automatisierte Buchung von Lagermöglichkeiten möglich sein. Aus verschieden Gründen werden solche Einrichtungen eine vermietbare Fläche von 1.000 m² selten überschreiten. Man weiß aus Erfahrungen aus dem Ausland jedoch schon jetzt, dass dieses Verfahren deutlich zu Lasten der Wachstumsgeschwindigkeit gehen wird. Hier ist die Gefahr sehr groß, ohne entsprechende Beratung gravierende Fehler zu machen.

Innenausbau

Trennwandsystem

Wesentliche Merkmale und wichtigste Instrumente hinsichtlich der Generierung der vermietbaren Fläche sind Trennwandsysteme, die sowohl baulich bestimmten Anforderungen genügen sollen als auch einen optimalen Mix an Lagerabteilgrößen bieten müssen. Im europäischen und deutschen Markt finden sich verschiedene Anbieter von Selfstorage Trennwänden. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Hersteller sind meist keine Betreiber. Eine Planung ist schnell erstellt, allerdings kann diese ohne qualifizierte Beratung gerne mal an den tatsächlichen Bedürfnissen vorbeigehen.  

Zutrittskontrolle

Zutrittskontrollsysteme bilden nicht nur einen Sicherheitsaspekt ab, sondern sie gründen den ersten Schritt in die Automatisierung. Nur Mieter mit entsprechenden Zugangsberechtigungen (PIN Code, Transponder, Chip, …) erhalten Zugang zum Lagerbereich. Durch eben diese individuelle Zutrittsberechtigung können Kunden das Lager völlig autark auch außerhalb der Büroöffnungszeiten betreten. Idealerweise verknüpft und/oder ergänzt man das Zutrittskontrollsystem mit einer Videoüberwachungsanlage. Bei dem Zutrittskontrollsystem ist darauf zu achten, dass dieses mit der Verwaltungssoftware kompatibel ist. Hier ist gute Beratung unbezahlbar!

Videoüberwachung

Videoüberwachungssysteme sind wichtig, aber vergleichsweise einfach zu beschaffen und zu installieren. Damit nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, sind Insidertipps hilfreich.

Verwaltungssoftware

Eine der ganz wichtigen „Baustellen“, die ohne Beratung schnell zur Großbaustelle wird!

Tipp

Unbedingt die Selfstorage DIN EN 15696 hinzuziehen. Hierin finden sich essentielle Hinweise für Bau und operativen Betrieb!

Demnächst mehr im Blog zum Thema „Selfstorage Anlagen richtig betreiben!“ mit Inhalten zu Kunden, Marketing, Webseite und Co!

Pressetipp September 2017

Mein Pressetipp September 2017:

Ein aus meiner Sicht sehr gelungener redaktioneller Beitrag von Anne-Christin Sievers, veröffentlicht in der FAZ am 10.09.2017.

"Platznot in der Großstadt : Generation Abstellbox"

Der einzige Punkt, der mir auf den ersten Blick nicht gefällt, ist die coole Lady, die rauchend an der Lagerbox steht. Feuer und Co stellen stets ein Sicherheitsrisiko dar. Hier hätte man vielleicht ein passenderes Foto wählen können ...

Soll ich in Selfstorage in Deutschland investieren?

In Selfstorage investieren!

Sollte man in den deutschen Selfstorage Markt investieren?

Im Allgemeinen befinden wir uns in einem stabilen rechtlichen Umfeld gepaart mit einem leicht, aber solide steigenden Wirtschaftswachstum von 1,8 %. Die Arbeitslosenquote ist deutlich gesunken, sodass wir im Vergleich zum durchschnittlichen Europa (7,7 %) mit 3,7 % im Spitzenfeld liegen. Deutschland ist und bleibt beliebtes Migrationsziel aus benachbarten europäischen Staaten. Summa summarum ist Deutschland attraktiv sowohl für Arbeitnehmer, die nach einer gut bezahlten Beschäftigung suchen als auch für Unternehmen und Investoren, die in einen stabilen, sicheren und wachsenden Markt investieren wollen.

Obwohl der deutsche Selfstorage Markt in 2017 um mehr als 20 % wächst, ist er immer noch sehr unterentwickelt. Per Ende 2017 dürften wird von rund 220 aktiven Selfstorage Anlagen (ohne Container und Garagenparks) ausgehen. Die größte Nachfrage nach Selbstlagerlösungen stellen wir nach wie vor in Großstädten und Ballungsgebieten fest. Mittlerweile gibt es in fast jeder Großstadt (> 100.000 Einwohner) ein oder mehrere Mietlager unterschiedlichster Größen. Die höchste Dichte sehen wir zurzeit in Hamburg. Je 88.000 Einwohner zählen wir ein Selbstlagerzentrum mit durchschnittlich 4.500 m² vermietbarer Fläche.

Während Selfstorage Konzepte in Deutschland in den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende hauptsächlich ein Großstadtthema waren, sehen wir seit etwa 3 bis 4 Jahren ähnliche Entwicklungen in sogenannten Mittelstädten mit Einwohnerzahlen zwischen 20.000 und 100.000. Für Arbeitnehmer wirtschaftlich interessante Städte rücken in den Fokus. Menschen wollen dort wohnen, wo ihr Arbeitsplatz ist. Zuwanderungen in diese Städte führen zu einer Verknappung und somit auch Verteuerung von Wohnraum. Bezahlbare Wohnungen werden zur Mangelware und erzeugen insbesondere bei Privatpersonen Bedarf an externen Lagermöglichkeiten.

Das Potential des hiesigen Marktes scheint enorm, wenn man zusammengezählt von 691 Mittel-(612) und Großstädten (79) ausgeht. Ich gehe davon aus, dass hierzulande in den nächsten 20 Jahren durchaus 1.000 Selfstorage Einrichtungen realistisch sind.

  • 300 Anlagen > 3.500 m² vermietbarer Fläche
  • 300 Anlagen mit durchschnittlich ca. 1.000 m² vermietbarer Fläche
  • 300 bis 400 unbemannte Anlagen und Satelliten mit Flächen von bis zu 1.000 m² vermietbarer Fläche

Welche Herausforderungen gilt es zu lösen?

Allgemein

  • Oft fehlendes Know-how bei Newcomern und Startups
  • Banken kennen das Geschäftsmodell nicht und haben Schwierigkeiten, das Risiko einzuschätzen
  • Finanzierung des reinen Betreibers schwieriger, da kein Asset
  • Bereitstellung von Liquiditätsreserven zur Kompensation von Anlaufverlusten
  • Hoher Eigenkapitalbedarf, insbesondere beim Neubau
  • Zwar gesunkene, aber immer noch hohe Renditeerwartungen von Investoren
  • Jedes Bundesland hat eigene Landesbauordnung, sodass die Anforderungen je nach Stadt unterschiedlich sein können (Schaffung von Arbeitsplätzen, Fassade, Barrierefreiheit, …)
  • Gestiegene Anforderungen an Sicherheit, Energieeffizienz und Brandschutz

Großstadt (> 100.000 EW)

  • Hoher Wettbewerb auch aus anderen Branchen bei Grundstücken und Immobilien in Toplagen
  • Steigende Grundstückspreise und Immobilienpreise

Mittelstadt (20.000 – 100.000 EW)

  • Geringeres Potential
  • Geringeres monatliches Wachstum
  • Personalkosten werden insbesondere bei vermietbaren Flächen < 2.000 zur Herausforderung

Neubau

  • Steigende Baukosten
  • Teilweise langwierige Genehmigungsprozesse
  • Kauf- und Genehmigungsphase bis zu 12 Monate
  • Bauzeit ca. 6 Monate

Conversion

  • Teils aufwendige Brandschutzmaßnahmen
  • Nutzungsänderung/Baugenemigung ca. 3 bis 6 Monate

Haben auch kleine Anbieter eine Marktchance?

Beim Produkt Selfstorage handelt es sich um ein sehr lokales Produkt, sodass völlig unabhängig von der Größe, bzw. vermietbaren Fläche grundsätzlich jedermann ein Selfstorage Business erfolgreich betreiben kann. Manchmal kann es sogar von Vorteil sein, wenn es verstanden wird, einen regionalen Bezug herzustellen und das Konzept mit viel Liebe zum Detail umzusetzen.

Natürlich sind auch hier einige Hürden zu nehmen. Zwei Phasen sollten hierbei unterschieden werden. In der ersten Phase geht es um die Entwicklung, den Bau oder Umbau der Immobilie. Mit einem gewissen Maß an Cleverness und Verständnis für das Produkt, kann man diesen Bereich ganz gut selbst abdecken.

Viel wichtiger ist allerdings die zweite Phase, nämlich der operative Betrieb, denn schließlich sollen die teils bis zu 1.500 einzelnen Lagereinheiten auch vermietet werden. Hier sind große Anbieter meist klar im Vorteil, da man auf entsprechende Erfahrungen und Inhalte zurückgreifen kann, die für einen einzelnen Anbieter oft nicht zur Verfügung stehen oder aber deren Integration vielleicht zu teuer ist.

Angefangen bei einem Callcenter bis hin zu branchenrelevanten Verwaltungs- und Marketinglösungen können kleinere Anbieter schnell an ihre Grenzen stoßen.

Wie beeinflussen technische und digitale Fortschritte den Selfstorage Markt?

Während zur Jahrtausendwende und in den Folgejahren ausschließlich Toplagen von Relevanz waren, rücken mit zunehmender digitaler Entwicklung ebenfalls gute B-Lagen in den Fokus. Nahezu jedermann hat Zugang zum Internet, verfügt über ein Smartphone oder Tablet und weiß das Navi seines Kfz zu bedienen.

Derzeit bilden folgende Point of Sales die wichtigsten vetrieblichen Säulen:

  • Immobilie (Büro und Shop im Mietlager)
  • Kontaktformular auf der Webseite (Email)
  • Telefon

Sowohl digitale als auch technische Neuerungen werden schon sehr bald einen weiteren Point of Sale etablieren. Hotels, Flüge und Reisen buchen wir schon jetzt online. Zeitnah wird diese Option auch im Selfstorage Business eine große Rolle spielen.

Neuer POS: Online Buchung

Softwarelösungen für diesen neuen Point of Sale gibt es bereits. Gepaart mit technischen Innovationen in der Schließ- und Verriegelungstechnik gehe ich davon aus, dass es noch in dieser Dekade möglich sein wird, Selfstorage Einrichtungen vollautomatisiert (nahezu ohne Personal am Standort) lukrativ zu betreiben.

Hierdurch öffnet sich der Markt auch in sehr kleinen Städten mit Kleinstflächen, in denen ein rentabler Betrieb mit Personal vor Ort sonst nicht möglich wäre.

Wohnraumknappheit in Deutschland

Wohnraumknappheit in Deutschland gilt als einer wichtigsten Auslöser der Nachfrage nach externen Lagerlösungen für Privatpersonen.

Kein Ende in Sicht!

Seit 2008 ist die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungsbau stetig gestiegen. Im Jahr 2016 erreichten 375.400 genehmigte Wohnungen das höchste Niveau seit 1999 (437.000 Wohnungen). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 19,8%.

Ein Grund für diese positive Entwicklung können die extrem niedrigen Zinsen sein, die das Gebäude finanziell attraktiv machen. Darüber hinaus werden Immobilien in Zeiten enger Einsparungen als interessantes Investitionsprojekt betrachtet. Dies gilt insbesondere für die Städte, in denen Wohnraum immer knapper wird.

Die zunehmende Anzahl von Baugenehmigungen wirkt sich auf die Bauindustrie aus. In der Bauindustrie stieg der Umsatz des Hauptbausektors 2016 (für Unternehmen mit 20 oder mehr Personen) zu 2015 um 7,5% auf 70,9 Mrd. Euro.

Trotz der gestiegenen Anzahl von Baugenehmigungen werden bis Ende 2017 nur 300.000 der 400.000 benötigten Wohnungen erwartet. Darüber hinaus sind und werden die meisten Neubauten von Wohnimmobilien ohne Keller oder Dachboden gebaut.

Der Mangel an Wohnraum führt zu steigenden Mietpreisen für Wohnungen!

Fehlende Wohnungen und weniger Platz für private Güter erhöhen die Nachfrage nach externen Selfstorage Lagerlösungen. Wir bemerken diesen Effekt nicht nur weiterhin in Metropolen, sondern zunehmend auch in kleineren Städten, in denen Bevölerungswachstum stattfindet.

Selfstorage Potential Deutschland per 08/2017

Selfstorage Potential Deutschland per 08/2017. Wie wird sich der deutsche Markt entwickeln? Welche Faktoren sind wegweisend? Wohin geht die Reise?

Der deutsche Markt ist noch immer unterentwickelt!! Allerdings sehe ich nicht nur in Großstädten und Metropolregionen wie Berlin, Hamburg, München und Stuttgart oder Frankfurt großes Potential.

Auch in Städten mit einer Bevölkerung zwischen 50.000 und 300.000 Einwohnern ist eine wachsende Nachfrage nach Selbstlagerlösungen festzustellen. Immer mehr Menschen wollen dort leben, wo ihre Arbeit ist. In attraktiven Städten!

Ein solides wirtschaftliches Umfeld wirkt magnetisch. Auch kleinere Städte üben, sofern Arbeitsplätze geboten werden, eine enorme Sogkraft aus. Meist führt dieses zu einem Mangel an verfügbaren und erschwinglichen Wohnräumen.

Dies sind neben anderen Faktoren wichtige Treiber für die erfolgreiche Umsetzung eines Selfstorage Konzeptes.

Ich denke, dass das Wachstum (Anzahl der neuen Anlagen im Vergleich zum Vorjahr) zum Ende des Jahres 2017 die 20% Marke brechen wird.

Welches Potential bietet der hiesige Markt aus heutiger Sicht?

Per 08/2017 zählen wir rund 200 Selbstlagerzentren in Deutschland. Die je Standort vermietbaren Flächen unterscheiden sich je nach Größe und Potential (Wachstum, Kaufkraft, Arbeitslosenquote, ...) der jeweiligen Stadt.

Insbesondere in Großstädten und Metroloregionen finden wir Lagerzentren mit vermietbaren Flächen > 4.000 m² (6.000 m² BGF und mehr). In B und C Städten dominieren sogenannte "Local Heroes" mit vermietbaren Flächen um die 1.500 m² (2.200 m² BGF u. mehr).

Der deutsche Markt bietet gerade jetzt Potentiale für Newcomer und Startups!

Ich gehe davon aus, dass der deutsche Markt in Städten mit über 150.000 Einwohnern ein Potential von 300 klassischen Selbstlageranlagen (Mietfläche> 4.000 m²) hat.

Darüber hinaus rücken kleinere Standorte (vermietbare Fläche ca. 1500 m²) in Städten < 300.000 Einwohner in den Fokus. Hier liegt das Potential aus meiner Sicht bei ebenfalls rund 300 Standorten.

Zuzsätzlich kann aufgrund fortgschreitender technischer Entwicklungen davon ausgegangen werden, dass in Zukunft zunehmend unbemannte Anlagen (komplett ohne Personal oder als Satellit) an den Markt gehen werden. Im Durchschnitt dürften diese diese sehr klein sein (Mietflächen 100 bis 500 m²), sodass auf diesem Gebiet ein weiteres Potenzial von zusätzlich 400 oder mehr Standorten denkbar ist.

Insgesamt sehe ich in den nächsten 10 Jahren ca. 1.000 Selfstorage Anlagen unterschiedlichster Größen und Ausrichtungen (Premium, Middle, Unmanned, Garagenparks, Containerparks, Carstorage, ...)!

Selfstorage Consulting vom Feinsten

FEDESSA

Selfstorage Consulting

Selfstorage Consulting vom Feinsten auf der Konferenz in Berlin. Informationen zu den hochkarätigen Rednern auf der Messe 2017 in der deutschen Hauptstadt.

Diese Namen lesen sich wie eine 5 Sterne Speisekarte

  • Hamish Taylor
  • Ken Hughes
  • Joe Nellis
  • Peter Greer
  • Daniele Esposito

Mit Unterstützung des Verband deutscher Self Storage Unternehmen e.V. richtet der europäische Self Storage Dachverband FEDESSA die größte außerhalb den USA stattfindenden Messe dieses Jahr in Berlin aus.